Helga
schrieb am 15. Juli 2026 um 9.05 Uhr
Liebe Gaby,
lieber Manfred,
ich durfte Melanie ein paar Mal begegnen und mir bleibt ein unheimlich lebensbejahender, wundervoller Mensch mit einem strahlenden Lächeln in fester Erinnerung. Ein Kind zu verlieren ist das Schlimmste, was passieren kann, unfassbar, ratlos, hilflos, sprachlos steht man diesem Verlust gegenüber.
Henry Scott Holland schreibt:
Tod bedeutet gar nichts.
Ich bin nur nach nebenan gegangen.
Ich bin ich und du bist du.
Was immer wir füreinander waren, das sind wir noch.
Nenne mich bei dem alten vertrauten Namen.
Sprich von mir, wie du es immer getan hast.
Ändere nicht deinen Tonfall.
Lache weiterhin über die kleinen Scherze, an denen wir gemeinsam Spaß hatten.
Lebe, lächle, denke an mich, bete für mich.
Lass meinen Namen weiterhin so geläufig sein, wie er immer war.
Sprich ihn unbekümmert aus, ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet all das, was es bisher bedeutete.
Es ist genauso wie immer.
Es geht uneingeschränkt und ununterbrochen weiter.
Ist der Tod nicht nur ein unbedeutender Zwischenfall?
Warum sollte ich vergessen sein, nur weil du mich nicht mehr siehst?
Ich warte einstweilen auf dich, ganz in der Nähe, nur um die Ecke.
Alles ist gut.
Melanie würde vielleicht auch mit diesen Gedanken zu Euch sprechen, doch die Trauer, der Schmerz um den Verlust erstickt die Hoffnung auf ein Wiedersehen im Keim. Melanie ist nicht mehr da wo sie war, aber sie ist überall, wo ihr seid und immer bei Euch.
Mit aufrichtiger Anteilnahme wünsche ich Euch viel Kraft, diesen unfassbaren Verlust zu bewältigen und hoffe und bete, dass sich all die Trauer irgendwann in liebevolle Erinnerung wandeln kann.
Mit einer lieben Umarmung und stillem Gruß
Helga